Schlupflider - Tränensäcke
Die Augen und die Augenumgebung spielen für das Aussehen und die persönliche Ausstrahlung eine wesentliche Rolle. Altersbedingte Hautveränderungen, d.h. Abnahme der Elastizität, erbliche Faktoren, Hormoneinwirkung, organmedizinische Faktoren oder persönliche Lebensgewohnheiten können Tränensäcke oder Schlupflider verursachen. Infolge Bindegewebeschwäche kann Fettgewebe in der Augapfelumgebung hervorwölben und Tränensäcke verursachen. S.g. "Krähenfüße" macht eine Straffung der Schläfenpartiehaut erforderlich.
Prinzip: Das Ziel der Operation ist die Haut zu straffen, die Falten zu glätten und event. Fettansammlungen zu eliminieren oder zu verteilen. Es ist nicht möglich den Elastizitätsverlust rückgängig zu machen. Es werden lediglich die Folgen davon korrigiert. Eine Operation verhindert das fortschreitende Altern nicht aber, andererseits, beschleunigt sie es auch nicht. Der Effekt einer Augenlidoperation ist relativ dauerhaft.
Technik: Bei Korrektion
der Tränensäcke wird ein Schnitt direkt unterhalb der Augenwimpern und einen
Zentimeter zu den Seiten gelegt. Je nach Ursache und Bedarf, wird entweder
nur Haut oder Haut und Muskel gelöst und gestrafft. Im vorkommenden Falle
wird Fett entweder entfernt oder zurückverschoben.
An den Schlupflidern wird der Hautüberschuß, im allgemeinen mit einem Bündel
des darunter liegenden Muskels zusammen entfernt und ggf. auch Fett. Die Narbe
bleibt in der "Globus-Linie " versteckt. Wenn heruntergefallene Augenbrauen
die Schlupflider verursachen, ist ein Stirnlifting zu empfehlen.
Tränensäcke können in vielen Fällen, vor allem bei Männern, mit einem Schnitt
auf der Innenseite des Augenlides durch Umlagerung oder Entfernung der Fettmasse
beseitigt werden. Dieser Eingriff hinterlässt keine sichbare Narben. In diesen
Fällen ist eine Laserbehandlung der Haut günstig.
Stützende Klebestreifen werden angebracht und diese bleiben bis die Fäden
am 4.-5. Tag gezogen werden.
Betäubung: Örtliche Betäubung + Dämmerschlafnarkose
Operationsdauer: 1-2 Stunden
Nachsorge
Komplikationen
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden
Nachblutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Bei kräftiger Nachblutung muß die Wunde wieder geöffnet werden. Dieses Risiko wird durch Einnahme von Azetyl-Salizyl-Säure ( Schmerztabletten ) und Vitamin E erhöht. Diese sollten möglichst ab zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff vermieden werden.
Infektion: Trotz aseptische Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotische Behandlung verordnet.
Narben: Die Narben werden allgemein sehr unauffällig. Auch bei Personen die am übrigen Körper zur Bildung von wulstigen Narben, sog. Keloide, neigen, werden die Narben im Gesichtsbereich im allgemein auch unauffällig.
Heruntergezogene lidkanten: Die unteren Augenlidern besitzen nur eine kleinere Knorpelplatte als Halterung und wenn zu viel Haut entfernt wird, werden die Lidkanten nach unten, aussen gezogen, z,g. Cocker-Spaniel-augen. Deshalb ist äusserster Vorsicht geboten und persönlich entferne ich lieber etwas weniger Haut um dies zu vermeiden.
Rauchen: Das Rauchen verzögert den Blutkreislauf und Beinträchtigt den Heilungsverlauf. Das Rauchen sollte mindestens 2 Wochen vor demr geplanten Operation und während der Heilungsphase aufgegeben werden.