Die Größe und Länge des männlichen Gliedes haben geringe Bedeutung für die sexuelle Funktion physisch gesehen. Wie Größe und Form des Busens eine geschlechtsgebundene Rolle der Selbstdarstellung bei der Frau spielt, kann für den Mann die Größe seines Gliedes von gleicher Wichtigkeit sein. Dies ist naturgemäß sehr individuell und selbsterlebt und trifft bei Außenstehenden oft auf Unverständnis. Fühlt sich der betroffene Mann in verschiedene Situationen gehemmt, ist die Indikation für eine Operation gegeben.
Technik: Es handelt
sich um eine chirurgisch einfache Methode, mit der keine funktionellen Risiken
verbunden sind. Der Peniskörper ist dem Schambein angewachsen und diese bindegewebige
Verbindung wird vom Schambein teilweise gelöst, wobei der Peniskörper nach
unten verschoben werden kann. Die Technik hat sich mit den Jahren gewandelt
und allgemein wird heute ein Zweistufenverfahren vorgenommen. Die eine ist
die Operation gefolg von einer Streckbehandlung. Diese wird auf einfachster
Weise selbst vorgenommen. Vorhandene kommerzielle Streckgeräte sind oft unpraktisch
und deshalb oft wirkungslos. Die Streckbehandlung ist sehr wichtig. Ohne diese
wird überhaupt keine Verlängerung erzielt. Durchscnittlich kann eine Verlängerung
von 34 cm im schlaffen Zustand erreicht werden. Eine Verlängerung im erigierten
Zustand ist kaum zu erwarten da die Schwellkörper als solche nicht verändert
werden.
Die Regulation der Erektion geschieht im hinteren, unteren Teil des Schwellkörpers,
in einem Bereich wo nicht operiert wird, weshalb diese überhaupt nicht von
der Operation gestört werden kann. Andere empfindliche Strukturen wie Harnröhre
oder Samenstrang können auch nicht beeinträchtigt werden sowie das Gefühlssinn.
Verdickung des Gliedes kann durch mehmalige Injektionen von kleine Mengen
abgesaugtes Fett, durch Implantation von Fettlederhauttransplantate ,welches
auch eigenmaterial ist, die zwei 14 cm lange Narben an den Entnahmestellen
hinterlassen oder mit kommerziell zugängigen Leichenhautstransplantate erzielt
werden. Bei den beiden letzteren Methoden muss auch eine Umschneidung vorgenommen
werden. Die Verdickung beträgt etwa 20% von der Ausgangsdicke. Da es sich
um Gewebstransplantationen handelt, kann mitunter das Gewebe teilweise oder
total resorbiert werden und bei Einheilungsstörungen können Narbenzüge unerwünschte
Schrägheiten verursachen. Dise kännen sich durch Zugbehandlung wieder aufrichten.
Die 4 cm lange Narbe liegt direkt am Penisansatz und sie wird von der Schambehaarung
verdeckt. Bei einer Verdickung verbleiben Narben in den Gesäßfalten oder den
Leistenbeugen.
Schwellungen unterliegen den Gesetzen der Schwerkraft. Die natürlichen Schwellungen
als Folge der Operation senken sich zur Penisspitze und Hodensack. Um diesem
vorzubeugen, sollte die horizontale Lage so viel wie möglich während der ersten
Woche eingehalten werden. - Die Schwellung baut sich langsam innerhalb des
ersten Monats ab, beeinträchtigt aber nicht die normalen Aktivitäten. Nach
einer Verdickungsoperation bleibt die Schwellung länger bestehen.
Anaesthesie: Vollnarkose.
Operationsdauer: 1 - 3 Stunden.
Nachsorge
Komplikationen
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden
Blutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Dieses Risiko wird nach Einnahme von Vitamin E oder Azetyl-Salizylsäure (Schmerzmittel) erhöht. Diese sollten möglichst zwei Wochen vor der Operation vermieden werden. Entsteht eine größere Nachblutung , muß die Wunde wieder eröffnet werden.
Infektion: Trotz aseptischer Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Als Vorbeugung wird antibiotische Behandlung verordnet..
Schwellung: Alle Heilungsabläufe im Körper verursachen Schwellungen. Die Schwellung ist an der Penisbasis und an der Penisspitze am größten, umfasst jedoch den ganzen Hodenbereich. Bei einer gleichzeitigen Verdickung wird die Schwellung naturgemäß wesentlich größer und hält länger an. Erst nach abgeklungener Abschwellung kann das Endergebnis beurteilt werden, d.h. erst nach einigen Monaten.
Gefühlssinn: Keine Störungen des Gefühlssinnes sind bisher beschrieben oder erlebt worden. In z:a 1 % ist eine Abnahme des Berührungsgefühls auf dem Penisrücken für ein paar Monate beschrieben worden.
Erektion: Die Fähigkeit
zu erigieren kann durch diese Operation nicht beeinträchtigt werden. Der Erektionswinkel
kann geringfügig verändert werden, indem das Glied weniger senkrecht bei der
Erektion steht. Um Mißverständnisse auszuschließen, soll erwähnt werden, daß
die Schwellkörper als solche nicht verlängert werden, sondern, daß
durch die Senkung des Penisansatzes bzw. der Penisbasis das Glied länger erscheint
und auch tatsächlich länger wird. Gleichniß: eine Ausgrabung am Boden
um einen Pfahl herum, macht den Pfahl ersichtlich länger aber der Pfahl ragt
nicht höher in den Himmel.
Im schlaffen Zustand ist die Verlängerung deutlich sichtbar.