Oberschenkelstraffung

Nach einer Gewichtsabnahme ist im allgemeinen die Elastizität der Haut unzureichend um sich faltenfrei über das neue Körpervolumen anzugliedern. Dies ist häufig im Gesicht, am Hals, an den Oberarmen, am Bauch und an den Oberschenkeln zu sehen. Bei schlaffem Bindegewebe oder mit zunehmendem Alter sind dieselbe Erscheinungen oft ersichtlich. Die lockere, schlaffe Haut an den Innenseiten der Oberschenkeln und and den Unterseiten der Oberarme werden im allgemeinen als belästigend empfunden. Eine Hautschlaffheit kann nur durch eine Hautstraffung korrigiert werden, während eine Reduzierung eines reinen, festen Massenüberschusses vorteilhaft durch ein Fettabsaugen korrigiert werden kann.

Die überschüssige Haut ist entweder an den Innenseiten der Oberschenkeln lokalisiert, welches das übliche ist, oder ringsherum.

Prinzip: Die Haut wird von der Muskulatur gelöst und wie ein Strumpf nach oben gezogen und verkürzt.

Betäubung: Vollnarkose.

Technik: An den Innenseiten wird der Schnitt hoch in der Leisten-Pofalte gelegt. In einigen Fällen mit ausgeprägter Hautschlaffheit bis zu den Knien hinunter ist es notwendig auch einen Schnitt senkrecht an den Innenseiten zu legen. Noch seltener ist der ganze Oberschenkel ringsherum zu straffen, wobei der Schnitt zirkulär gelegt wird. Die Haut wird gelöst und den Gegebenheiten passend gekürzt. Einen leicht komprimierenden Verband wird angelegt.

Operationsdauer: 2-5 Stunden.

Nachsorge

Die unmittelbare Nachsorge ist wegen der Plazierung der Wunden relativ unbequem. Man darf und soll in den meisten Fällen jedoch unmittelbar mobilisiert werden.

Komplikationen

Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden.

Nachblutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Bei kräftiger Nachblutung muß die Wunde wieder geöffnet werden. Dieses Risiko wird durch Einnahme von Azetyl-Salizyl-Säure ( Schmerztabletten ) und Vitamin E erhöht. Diese sollten möglichst ab zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff vermieden werden.

Infektion: Trotz aseptische Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotische Behandlung eingesetzt.

Narben: Da die Narben in ständiger Bewegung sind, werden die Narben ständig von Zerr- und Schwerkräften beeinflußt. Deshalb können in den meisten Fällen verbreitete Narben erwartet werden.

Nervschaden: Die Nerven von Bedeutung liegen an den Oberarmen, und an den Oberschenkeln in tieferen Schichten wo gar nicht opertiert wird. Deshalb sollten Nervschäden gar nicht erst entstehen. Oberflächliche Gefühlsnerven werden jedoch durchgetrennt wobei vorübergehender Gefühlsausfall normal ist. In einzelnen Fällen ist ein permanenter Ausfall jedoch möglich.