Nasenkorrektur

 

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Die Nase spielt für das Aussehen eine bedeutende Rolle. Gewisse ethnologische Typen, "griechische oder römische Nasen", deuten darauf hin, daß erbliche Faktoren in diesem Zusammenhang grossen Einfluss ausüben. Durch aussere Gewalt gegen die Nase kann die Form durch Brüche verändert werden und funktionelle Probleme verursachen, wie Beeinträchtigung der Nasenatmung. Die Harmonie zwischen Nase und Ober- und Untergesicht ist ausschlaggebend für die äussere Erscheinung. Unter Umständen wird die Nase als zu gross empfunden wo in objektiver Betrachtung das Kinn zu kurz ist!

Anatomisch wird das Nasenprofil von Nasenbein und Nasenknorpel aufgebaut. Die Haut ist normalerweise dünn und zum Knorpel und Bein mit Bindegewebsfasern "fest" verbunden. Nach einer Operation drapiert sich die Haut durch Schrumpfung normalerweise über das verminderte „Gerüst". Ist aber die Haut dick und grob, ist diese Schrumpfung herabgesetzt oder falls die Nase früher operiert iert worden ist, bleiben die Weichteilstrukturen härter, narbig und ungeschmeidig, und eine Voraussage des Resultats kann nicht gemacht werden.

Eine Nasenoperation ist eine delikate Operation und sie stellt große Anforderungen auf den Operateur. In Zweifelsfällen sollte lieber weniger entfern werden. Es ist einfacher in einer Zweitoperation dies zu korrigieren als dazu gezwungen zu sein einen Wiederaufbau mit Knochen- oder Knorpeltransplantate zu machen.

Technik: In den meisten Fällen werden unsichtbare Schnitte in den Nasenlöchern gemacht, wodurch sämtliche Strukture der Nase erreicht werden können. Falls die Nasenflügel zu hoch oder zu breit sind, kann ein kleines Dreieck an der Nasenbasis entfernt werden welches nur eine kleine diskrete Narbe hinterläßt. In gewissen Fällen ist eine s.g. offene Operation vorzuziehen die dann eine kleine Narbe vorne am Nasenscheidewand hinterläßt

Betäubung: Örtliche Betäubung unter Dämmerschlafnarkose.

 

Komplikationen

Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden

Nachblutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Bei kräftiger Nachblutung muß die Wunde wieder geöffnet werden. Dieses Risiko wird durch Einnahme von Azetyl-Salizyl-Säure ( Schmerztabletten ) und Vitamin E erhöht. Diese sollten möglichst ab zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff vermieden werden.

Infektion: Trotz aseptische Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotische Behandlung verordnet. Narben: Die Narben werden allgemein sehr unauffällig. Auch bei Personen die am übrigen Körper zur Bildung von wulstigen Narben, sog. Keloide, neigen, werden die Narben im Gesichtsbereich im allgemein auch unauffällig.

Heruntergezogene lidkanten: Die unteren Augenlidern besitzen nur eine kleinere Knorpelplatte als Halterung und wenn zu viel Haut entfernt wird, werden die Lidkanten nach unten, aussen gezogen, z,g. Cocker-Spaniel-augen. Deshalb ist äusserster Vorsicht geboten und persönlich entferne ich lieber etwas weniger Haut um dies zu vermeiden.

Rauchen: Das Rauchen verzögert den Blutkreislauf und Beinträchtigt den Heilungsverlauf. Das Rauchen sollte mindestens 2 Wochen vor demr geplanten Operation und während der Heilungsphase aufgegeben werden.

 

AQUAMID

Neulich wurde ein neues Präparat für permanente Weichteilsvergrösserung durch Injektionen, Aquamid®, eingeführt. Informationen betr. dieser Behandlung wird vor der traditionellen Information über Nasenoperationen eingefügt, da die Verwendung von Aquamid® nach Meinung der Klinik wahrscheinlich die übrigen Verfahren für Knochen- oder Knorpel-transplantationen ersetzen wird.
Im allgemeinen sind Gewebevergrösserungen, wie z.B. die Busen-, die Lippen-, die Kinn-, die Backenknochen- oder die Wadenvergrösserung lange sehr gefragte Korrektionen gewesen. Lange hat man auch versucht gute Stoffe für diesen Zweck zu finden. Am liebsten injizierbares Materal um eine anspruchsvolle Operation mit langer Verheildauer und damit verbundenen Risiken zu vermeiden. Durch die Jahre sind einspritzbare Stoffe mit einer vorübergehenden Fülleffekt verwendet worden, wie z.B. Collagen, Hyaluronsäure, wobei man jedoch wiederholte Einspritzungen vornehemen muss, da diese Stoffe alle von Körper abgebaut werden. Allergische Reaktionen sind auch beschrieben worden. Andere verbleibende Materialien zum Einspritzen gibt es auch, jedoch mit einigen Nachteilen wie fühlbare Klumpenbildung und teilweisen Abbau. Andere Stoffe und Eigengewebe können inplantiert werden um Füllung oder Vergrösserung zu erziehlen. . Für mehr umfassende Vergrösserung wie die Busenvergrösserung, Muskelvergrösserungen, Povergrösserung oder Wadenvergrösserung können z.Z. nur Implantate benutzt werden.
Neulich wurde das Präparat Aquamid® für Korrektionen im Gesichtsbereich behördlich für den Europäischen Markt freigegeben. Nach erweiterten klinischen Erfahrungen und Forschung werden höchstwahrscheinlich demnächst weitere Behandlungsindikationen hinzukommen.
Das Gel ist gut über 10 Jahre in anderen Ländern hauptsächlich zur Brustvergrösserung und Gesichtskorrektionen mit Erfolg benutzt worden. Die kosmetischen Resultaten waren ausserordentlich gut mit einer Komplikationsrate von so niedrig wie 0,02 %. Eine medizinische Nachuntersuchung einer zufällig gewählten Gruppe, die eine Brustvergrösserung mit eingespritztem Gel mindestens 3 Jahre vor der Untersuchung durchgemacht hatten, zeigte keine ernsthaften oder anderen Nebenwirkungen die in Relation zum Gel gebracht werden konnten.
Das Gel ist neutral, ungiftig und besteht aus einer stabilen Kette von Polyakrylamid, welches nicht mit dem giftigen Akrylamid verwechselt werden sollte. Das Gel besteht zu 90 % aus Wasser und kann direkt durch die Haut eingesprizt werden.Das Gel wird zu einem stabilen Bestandteil des Bindegewebes und wird nicht abgebaut. Sollte das Gel wieder entfernt werden, kann der grösste Teil innerhalb der ersten 8 Monate abgesaugt werden. Nach dieser Zeit hat man festgestellt, dass Bindegewebe in das Gel hineinwächst und eine totale Entfernung nur durch eine Operation möglich macht.
Diese Information betrifft hauptsächlich der derzeitigen amtlichen freigegeben Indikation, nämlich die Verwendung des Aquamids® im Gesichtsbereich.
Prinzip: Durch eine Injektion mit einer dünnen Kanüle wird das Gel dorthin gebracht wo es durch eine Ausfüllung einen kosmetischen Effekt ausübt. Die typischen Regionen sind: Backenbein, Kinn, Backen, Lippen, Nase, Nasolabialfalten und tiefere Falten. Für oberflächliche, feine Falten ist das Aquamid® nicht geeignet!
Eine kurzdauernde Schwellung und Rötung können entstehen, die innerhalb der ersten 12 Stunden wieder abklingen.
Schmerzen kommen nicht vor.
Die Injektion wird unter örtlicher oder regionaler Betäubung durchgeführt. Die Betäubung führt dazu, dass das Gesicht sich angeschwollen und klobrig anfühlt, aber keine Gefahr, es ist nicht sichtbar! Die Betäubung entweicht innerhalb von einigen Stunden.
Keine Nachbehandlung ist erforderlich.
NEBENWIRKUNGEN:
· Bisher sind keine Nebenwirkungen mitgeteilt worden.
· Unebenheiten können entstehen. Entweder wird das implantierte Gel ausmassiert und verteilt oder es wird ein wenig nachgespritzt. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass die behandelnde Person eventuelle Nebenerscheinungen behandeln kann.
· Bei jeder Injektion durch die Haut kann eine Entzündung entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotisch behandelt.
· Auf Grund örtlicher Schwellung bei der Behandlung kann es unter Umständen schwierig sein die optimale erforderliche Menge zu beurteilen. Im Zweifelsfalle ist es günstiger abzuwarten und bei einer nochmaligen Sitzung nachzuspritzen als zu viel in der ersten Sitzung einzuspritzen.

Aquamid® wird demnächst für andere Indikationen freigegeben. Zu der Zeit werden ergänzende Informationen kommen.

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