Gesichtsstraffung

Das Bindegewebe und die Haut unterliegen mit den Jahren den Folgen der Alterungsprozesse, nämlich die Abnahme der Elastizität wobei, besonders im Gesicht, die jugendliche Frische verlorengeht. Gewisse individuelle Eigenschaften sowie persönliche Lebensgewohnheiten wie z.B. Alkoholkonsum, Rauchen, Sonnenbaden und andre Umwelteinflüße können diese Alterungsveränderungen beschleunigen oder verstärken. In bestimmten Berufen kann der Zwang zu einem jugendlichen oder frischem Aussehen sehr ausgeprägt sein.

Prinzip: Das Ziel der Operation ist die Beseitigung von Hautüberschüssen, das Bindegewebe und die Muskulatur zu strafffen und Falten zu glätten und die herabgesunkenen Weichteile auf ihre ursprunglige Lage zurückzuführen. Die aller feinsten Fältchen können nie mit einer Hautstraffung allein entfernt werden! Die Haut erhält nicht ihre frühere Elastizität zurück. Es werden lediglich die Folgen des Elastizitätsverlustes korrigiert. Durch die Operation werden die weiteren Alterungsvorgänge weder beschleunigt noch verhindert. Die Dauerhaftigkeit einer Gesichtsstraffung kann nie vorausgesagt werden. Die Selbstsicherheit und das Selbstgefühl werden meistens positiv beeinflußt.

 

Stirn

Bei kurzem Abstand zwischen den Augenbrauen und den Augenwimpern mit oder ohne Schlupflidern, bei Falten am Nasenansatz oder auf der Stirn, empfiehlt sich das endoskopische (Knopflochchirurgie) oder das traditionelle Stirnlifting, wobei der Schnitt einge zentimeter hinter der Haarlinie vom Ohr zu Ohr gelegt wird. Bei endoskopischer Technik werden einige kleinere Einstiche hinter der Haargrenze gesetzt. Liegt der Haaransatz schon hoch, empfiehlt es sich den Scnitt vor der Haargrenze zu legen um das Höherziehen der Haargrenze zu vermeiden. Bei endoskopischer Technik wird die Haargrenze unvermeidlich nach oben versetzt.

Unterschiede zwischen traditionellem und endoskopischem Stirnlifting:
Die Straffung ist bei dem traditionellen Lifting effektiver und von längerer Dauerhaftigkeit.
Bei Stirnlifting gesonderte Komplikation:
Vorübergehende Gefühlslosigkeit am Stirn und auf der Kopfschwarte. Diese kann verbleiben

 

Mittelgesicht und Hals

Die endoskopische Technik hat bislang nicht überzeugend gezeigt dass die Haut ohne sichbare Narben zu verursachen gestrafft werden kann. Die traditionelle Gesichtsstraffung mit Lösung und verschiebung der Weichteile am Mittelgesicht in verschiedene Kombinationen bleibt somit die einzige Möglichkeit das erstebte Ziel zu erreichen.

Technik: Die Schnittführung verläuft in den Haaren am Scheitel, in den natürlichen Fältchen direkt vor dem Ohr, manchmal in den äußeren Gehörgang hinein, den Ohrläppchen umrundend in die Furche am Ohransatz hinter dem Ohr, dann zuletzt in die Haare im Nacken abgewinkelt hinein. Falls der Hals nicht gesondert korrigiert werden muß, hört der Schnitt am Ohrläppchen auf. Die Haare werden nicht rasiert. Die Haut wird ausgiebig gelöst und die Muskulatur und die Unterhaut werden gesondert verschoben und gestrafft. Die Haut wird dann passend gestrafft und gekürzt. Gegebenenfalls werden sichtbare Muskelbänder am Hals durch einen Schnitt unter dem Kinn gesondert gestrafft oder vorhandene Fettpolster abgetragen.
Bei geringstem Anzeichen von erhöhter Blutungsneigung werden Saugschläuche unter der Haut angebracht. Diese werden am Tag nach der Operation entfernt.
Es wird ein Kopfverband für 24 - 48 Stunden angelegt.

Betäubung: Dämmerschlaf und örtlicher Betäubung. Der Eingriff erfolgt gänzlich ohne Schmerzen und mit voller Entspannung.

Nachsorge ( für beide Alternativen ):

Komplikationen

Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden

Nachblutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Bei kräftiger Nachblutung muß die Wunde wieder geöffnet werden. Dieses Risiko wird durch Einnahme von Azetyl-Salizyl-Säure ( Schmerztabletten ) und Vitamin E erhöht. Diese sollten möglichst ab zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff vermieden werden.

Infektion: Trotz aseptische Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotische Behandlung verordnet.

Nervenbeschädigung ( Lähmung ): Der mimische Gesichtsnerv und dessen Äste verlaufen im Operationsgebiet, aber auf einer anderen Ebene, wo normal nicht operiert wird. Der Ast zur Stirn überquert den Jochbogen in nächster Nähe zum Knochen und bei der endoskopischen Lösung hier, besteht somit ein größeres Risiko diesen Ast zu beschädigen. Auch bei totalem Durchschneiden eines Nerves, kann dessen Funktion nach einigen Monaten zurückkehren.

Hautnekrose (Hauwunden): Bei ungünstigen Kreislaufverhältnissen ( Rauchen, Blutung, Entzündung, Druck, Spannungen ) kann der Blut-kreislauf zu der dünnen, gelösten Haut gestört werden und zu Heilungsstörungen mit Wundbildungen der Haut führen. Dies gilt vor allem beim traditionellen Face-lifting.

Narben: Die Narben werden allgemein sehr unauffällig. Auch bei Personen die am übrigen Körper zur Bildung von wulstigen Narben, sog. Keloide, neigen, werden die Narben im Gesichtsbereich im allgemein auch unauffällig. Die Narben hinter dem Ohr neigen anfänglich dazu, wulstig zu werden.

Haarausfall: Die Behaarung auf Haut, die gelöst und verschoben wird, ( Scheitelbereich, Kopfschwarte ), kann einige Monate lang dünner werden. Die Haargrenzen werden der Hautverschiebung entsprechend verlagert. Dies ist unumgänglich.

Rauchen: Das Rauchen verzögert den Blutkreislauf und Beinträchtigt den Heilungsverlauf. Das Rauchen sollte mindestens 2 Wochen vor demr geplanten Operation und während der Heilungsphase aufgegeben werden.