Brustmuskelvergrösserung
Der Pectoralis major, der große Brustmuskel, kann angeboren unterentwickelt sein oder ganz fehlen. Auf der einen Seite oder beidseitig. Dies ist das so genannte Poland Syndrom. Gewisse Krankheiten können Zuwachshemmungen oder degenerative Prozesse verursachen, z.B. Polio oder Lähmungen. Der Muskel kann natürlich auch von Inaktivität erschlaffen.
Die Brustmuskeln dominieren die Kontur des Brustkorbes und verleihen dem Brustkorb ein athletisches Aussehen. Durch die Popularität der Fitnessstudios ist das Körperbewusstsein allgemein sehr ausgeprägt geworden. Das Bewusstsein um die Form und Grösse der verschiedenen Muskelgruppen bringen manche Personen zur chirurgischen Muskelvergrößerung, da die Grösse durch hartes Training vielleicht nicht erreicht wird.
Alle diese Zustände können durch Ersatz oder Vergrößerung mittels Implantate verbessert werden.
Prinzip: Ein festes, weiches Implantat aus Silikone wird durch die Achselhöhle eingeführt. Die Grösse und Form kann unterschiedlich sein. Entweder wird der Muskelbauch mit einem Spulenförmiges Implantat vergrößert oder der fehlende Muskel durch ein anatomisches Implantat ersetzt.
Methode: Ein 4 - 5 cm langer Schnitt wird hoch in der Achselhöhle gelegt. Fehlt der Muskel, wird ein Hohlraum unter der Haut geschaffen. Ansonsten wird eine Tasche unter dem Muskel präpariert, die genau die Grösse des Muskels haben soll, damit das Implantat nicht leicht verschoben wird. Die Tasche und die Haut werden vernäht und ein komprimierender Verband wird angelegt. Der Verband soll die Implantate eine Woche lang fixieren.
Anästhesie: Die Operation kann in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlafnarkose oder in Vollnarkose durchgeführt werden.
Operationsdauer: 1 - 2 Stunden.
NACHSORGE
KOMPLIKATIONEN
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkulierte Risiken eingestuft werden
Blutung: Bei allen Operationen können Nachblutungen auftreten. Bei starker Blutung muss die Wunde wieder geöffnet werden. Diese Risiken vergrößern sich bei Einnahme von schmerzstillenden Mitteln und Vitamin E.
Entzündung:Trotz aseptischer Technik können Entzündungen wie bei allen Operationen auftreten. Gegebenenfalls heilt die Entzündung nicht ab bevor die Prothese wieder entfernt wird. Diese kann aber nach einigen Monaten wieder implantiert werden.
Kapselbildung: Der Körper umbaut alle Fremdkörper mit Narbengewebe, eine Kapsel. Wird diese Kapsel dick oder sie schrumpft, kann das Implantat verformt werden und die Prothesentasche muss chirurgisch erweitert werden.
Verrutschen von Implantate: Implantate können sich durch die Einwirkung der Schwerkräfte senken oder durch Krafteinwirkung anderweitig verschieben.
Narbenbildung: Narben pflegen bis 3 - 4 Monate rot zu sein. Während des ersten Jahres werden sie allmählich heller. Die Narben sollten nicht der Sonnenbestrahlung oder Sonnenbanklicht während der ersten 6 Monate ausgesetzt werden, da sie sonst bleibend rot oder bräunlich pigmentiert werden können.
Gefühlsverlust: Vorübergehend ist ein Taubheitsgefühl unterhalb der Narbe normal.
Rauchen: Das Rauchen setzt die Durchblutung herab und beeinflusst die Wundheilung im negativen Sinne.
Ausser die hier beschriebenen häufigeren Eingriffe können Wünsche auf andere Korrekturen vorkommen, die auch vorgenommen werden sofern es chirurgisch möglich und verantwortlich ist. Beispiele:
Botulininjektion: Botulin ist ein Nervengift welches in höhere Dosen tödlich ist. In niedrigen Dosen nützt man die zeitbegrenzte muskellähmende Wirkung aus um Falten zu glätten. Die Behandlung kann wiederholt werden. Wird das Gift an falscher Stelle gespritzt, entstehen unangenehme Nerbenwirkungen.
Wadenvergösserung
Gesässvergrösserung, -verkleinerung
Muskelvergrösserungen
Haben Sie Sonderwünsche sollten Sie bitte bei der Klinik anfragen.