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KLINIK FÜR PLASTISCHE CHIRURGIE

 

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Vadenvergrösserung

Die Form und Kontur des Unterschenkels wird vom Knochenbau und die Größe der Wadenmuskeln geprägt. Kräftige Unterschenkel können im Allgemeinen nicht verkleinert werden, sofern die Größe nicht von einer Fettablagerung bedingt ist.Eine Unterentwicklung des Unterbeines kann von einer angeborenen Zuwachshemmung oder Krankheit, z.B. Polio oder Lähmungen verursacht sein.

Die sehr verbreitete Körperbaukultur, die in unserer Gesellschaft vorherrscht, macht einem über Aussehen, Größe und Form verschiedener Muskelgruppen mehr bewusst und vielleicht trainiert man hart und zielstrebig ohne die gewünschte Kontur zu erreichen.

Prinzip: Der große Wadenmuskel, der musculus gastrocnemius, besteht aus zwei Muskebäuche die zur Inner- und Außenseite des Schienbeines an der Kniekehle verläuft und sich weiter unten in der Achillessehne vereinen. Wird die äussere Muskelhülle vom Muskel gelöst, kann ein Hohlraum für ein oder zwei Implantate gestaltet werden, ohne zu riskieren, Gefäße oder Nerven zu beschädigen.

Die Prothesen, die meistens verwendet werden, bestehen aus geformte, weiche Silikone. Diese werden der Länge des Muskels angepasst, sodass die Prothese immer vom Muskel gedeckt ist. Normalerweise wird ein Implantat für jeden Muskelbauch verwendet um die natürliche Form zu ähneln. Wegen Blutgefässe und Nerven kann das Unterbein im unteren Drittel nicht mit Implantaten vergrössert werden.

Verfahren: Durch einen 4 - 5 cm langen Schnitt in der Kniekehle kann man die Muskelfaszie spalten und einen Hohlraum ziemlich leicht oberhalb des Muskels präparieren. Es werden eine oder zwei spulenförmige, längliche Implantate eingeführt. Die wunde wird vernäht. Die Narben werden fast unsichtbar in der Kniekehle. Ein fester komprimierender Verband wird angelegt der eine Woche lang getragen werden soll.

Bettenlage in der Klinik für 24 Stunden. .

Operationdauer:

1 - 2 Stunden.

Anästhesie:

Die Operation kann mit örtlicher Betäubung in Dämmerschlafnarkose oder in Vollnarkose durchgeführt werden.

Nachsorge:

  • Starkes Spannungsgefühl lokal über die Wadenmuskulatur. Schmerzstillende Tabletten werden benötigt.
  • Die Horizontallage mit erhöhten Füßen sollte so viel wie möglich die erste Woche eingehalten werden.
  • Aufstehen für Mahlzeiten und Toilletenbesuch erlaubt.
  • Nach der ersten Woche kann die Mobilisierung nach Vermögen und Bedarf erhöht werden.
  • Keine physischen Anstrengungen oder Aktivitäten während den ersten 6 Wochen.
  • Krankenschein 1 - 3 Wochen je nach Arbeitsaufgaben.
  • Sehr kräftige Schwellung der Fusse und Knöchel ist normal während der ersten Woche.

KOMPLIKATIONEN

Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkulierte Risiken eingestuft werden

Blutung: Bei allen Operationen können Nachblutungen auftreten. Bei starker Blutung muss die Wunde wieder geöffnet werden. Diese Risiken vergrößern sich bei Einnahme von schmerzstillenden Mitteln und Vitamin E.

Entzündung: Trotz aseptischer Technik können Entzündungen wie bei allen Operationen auftreten. Gegebenenfalls heilt die Entzündung nicht ab bevor die Prothese wieder entfernt wird. Diese kann aber nach einigen Monaten wieder implantiert werden.

Kapselbildung: Der Körper umbaut alle Fremdkörper mit Narbengewebe, die so genannte Kapsel. Wird diese Kapsel dick oder sie schrumpft, kann das Implantat verformt werden und die Prothesentasche muss chirurgisch erweitert werden.

Verrutschen des Implantates: Das Implantat kann in seltenen Fällen verrutschen. Die ist oft von einem direkten Schlag gegen den Muskel bedingt.

Narbenbildung: Narben pflegen bis 3 - 4 Monate rot zu sein. Während des ersten Jahres werden sie allmählich heller. Die Narben sollten nicht der Sonnenbestrahlung oder Sonnenbanklicht während der ersten 6 Monate ausgesetzt werden, da sie sonst bleibend rot oder bräunlich pigmentiert werden können.

Gefühlsverlust: Vorübergehend ist ein Taubheitsgefühl unterhalb der Narbe normal.

 

 

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