Die Schönheitsideale sind für jeden verschieden. Manche wünschen sich große, kräftige Hinterteile und andere kleine und feste. Es gibt Berechnungen und Indexe für Schönheitsideale, nichts ist über den Hinterteil bekannt, aber diese sind theoretische Werte und der Wert solcher Berechnungen kann niemals eine Definition über die Schönheit sein.
Möglicherweise könnte es Mittelwerte für Eingliederung in Kategorien sein. Falls jemanden findet, dass der Po zu klein sei, besonders zu flach, kann der Po mit Implantate aufgebaut werden, genau wie bei der Busenvergrößerung bei Frauen, oder mit eingespritztem Fett. Die Klinik hat keine gute Erfahrungen mit dem Fetttransfer und deshalb wird diese Technik nur erwähnt und nicht näher erläutert.
Princip:
Die obere Hälfte des Pos kann mit einem Implantat auf jeder Seite vergrössert werden. Die untere Partie kann nicht mit Implantate versehen werden denn dann würde es unmöglich sein zu sitzen. Möglicherweise könnte hier injizierbares, bleibendes Material verwendet werden dass es bislang jedoch nicht auf dem Markt zur Verfügung steht. Die Prothesen bestehen aus trägflüssigem Silikone.
Verfahren:
In der Furche zwischen den beiden Pos wird ein 4 – 5 cm langer vertikaler Schnitt auf dem Kreuzbein gelegt. Die Narbe wird unsichtlich in der Furche liegen. Zu jeder Seite hin wird eine Tasche bis zum großen Gesäßmuskel geschaffen. Der Muskel wird gespalten und eine Höhle wird zwischen dem großen und kleinen Gesäßmuskel fűr die Prothese präpariert. Die Prothesen werden eingeführt. Die Grösse der Implantate betragen um 200 Milliliter. Ein straffer fixierender Verband wird angelegt der eine Woche lang getragen werden soll. Bettruhe in Bauchlage fűr 24 Stunden in der Klinik.
Operationsdauer:
1 – 2 Stunden.
Anästhesie:
Vorwiegend Vollnarkose. Dämmerschlafnarkose und örtliche Betäubung geht auch.
NACHSORGE
- Ein kräftiges Spannungsgefühl in den ersten 24 Stunden, das allmählich während der ersten Woche abnimmt. Schmerzmittel sind angezeigt.
- Es wird antibiotische und antientzündliche Therapie verordnet. Nähe zum Enddarm!
- Die Fäden werden um den 10 Tag entfernt.
- Bauchlage beim Liegen in den ersten 2 - 3 Wochen ist angezeigt.
- Normales Aufstehen und Mobilisierung erlaubt.
- Keine physischen Aktivitäten für 4 - 5 Wochen.
- Krankenschein 1 - 3 Wochen je nach Arbeitsaufgaben.
KOMPLIKATIONEN
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkulierte Risiken eingestuft werden.
Blutung: Bei allen Operationen können Nachblutungen auftreten. Bei starker Blutung muss die Wunde wieder geöffnet werden. Diese Risiken vergrößern sich bei Einnahme von schmerzstillenden Mitteln und Vitamin E.
Entzündung: Trotz aseptischer Technik können Entzündungen wie bei allen Operationen auftreten. Gegebenenfalls heilt die Entzündung nicht ab bevor die Prothese wieder entfernt wird. Diese kann aber nach einigen Monaten wieder implantiert werden.
Kapselbildung: Der Körper umbaut alle Fremdkörper mit Narbengewebe, die so genannte Kapsel. Wird diese Kapsel dick oder sie schrumpft, kann das Implantat verformt werden und die Prothesentasche muss chirurgisch erweitert werden.
Verrutschen von Implantate: Implantate können sich durch die Einwirkung der Schwerkräfte Senken oder durch Krafteinwirkung anderweitig verschoben werden.
Narbenbildung: Narben pflegen bis 3 - 4 Monate rot zu sein. Während des ersten Jahres werden sie allmählich heller. Die Narben sollten nicht der Sonnenbestrahlung oder Sonnenbanklicht während der ersten 6 Monate ausgesetzt werden, da sie sonst bleibend rot oder bräunlich pigmentiert werden können.
Rauchen: Das Rauchen setzt die Durchblutung herab und beeinflusst die Wundheilung im negativen Sinne.