Normalerweise haben Männer keine Brustdrüsen. Während der Embryonalzeit sind bei jedem Embryo Anlagen für weibliche und männliche Organe vorhanden. In der weiteren Entwicklung wird die Geschlechtsentwicklung von den kromosomalen Geschlechtsanlagen gesteuert und die Geschlechtszugehörigen Organe werden weiterentwickelt und die anderen werden zurückgebildet.
Weibliche und männliche Geschlechtshormone sind nach der Geburt für immer im Blut vorhanden und die weiblichen Hormone werden beim mann von der Leber abgebaut und sie üben somit keine Wirkung aus. Bei Leberkrankheiten kann dieser Abbau gestört sein und beim Mann können z.B. Brustdrüsen entstehen. Dies kann auch von gewisse Medikamenten verursacht werden. Echte Drüsenentwicklung beim männlichen Geschlecht wird Gynäkomastie genannt. Eine andere Form von Brust kann die fettige Brust sein die bei Fettleibigkeit vorkommt.
Technik:
Das Fettabsaugen ist bei geringfügiger Drüsengrösse gut geeignet. Bitte siehe unter Fettabsaugen. Ist das Drüsengewebe fest und ausgedehnt, empfiehlt sich die chirurgische Entfernung durch ein Schnitt an der Brustwarzenvorhofgrenze. Ein Druckverband wird für eine Woche angelegt.
Betäubung:
Örtliche Betäubung in Dämmerschlafnarkose.
Nachsorge:
- Nur schwache Schmerzen.
- Es enwickelt sich eine Kräftige Schwellung die während einige Wochen abklingt.
- Blutergüsse können Vorkommen.
- Das Endergebnis wird erst nach 1 - 3 Monaten sichtbar.
Komplikationen
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden
Blutung: Bei allen Operationen können Nachblutungen auftreten. Bei starker Blutung muss die Wunde wieder geöffnet werden.Diese Risiken vergrössern sich bei Einnahme von schmerzstillenden Mitteln und Vitamin E.
Entzundung: Trotz aseptischer Technik können Entzündungen wie bei allen Operationen auftreten.
Gefuhlsverlust: Unabhängig davon, wo die Schnitte gelegt werden, kann das erektile Gefühl an den Brustwarzen in seltenen Fällen beeinträchtigt werden, zogar für immer.