Das Bindegewebe und die Haut unterliegen mit den Jahren den Folgen der Alterungsprozesse, nämlich die Abnahme der Elastizität wobei, besonders im Gesicht, die jugendliche Frische verlorengeht. Gewisse individuelle Eigenschaften sowie persönliche Lebensgewohnheiten wie z.B. Alkoholkonsum, Rauchen, Sonnenbaden und andre Umwelteinflüße können diese Alterungsveränderungen beschleunigen oder verstärken. In bestimmten Berufen kann der Zwang zu einem jugendlichen oder frischem Aussehen sehr ausgeprägt sein.
Prinzip:
Das Ziel der Operation ist die Beseitigung von Hautüberschüssen, das Bindegewebe und die Muskulatur zu strafffen und Falten zu glätten und die herabgesunkenen Weichteile auf ihre ursprunglige Lage zurückzuführen. Die aller feinsten Fältchen können nie mit einer Hautstraffung allein entfernt werden! Die Haut erhält nicht ihre frühere Elastizität zurück. Es werden lediglich die Folgen des Elastizitätsverlustes korrigiert. Durch die Operation werden die weiteren Alterungsvorgänge weder beschleunigt noch verhindert. Die Dauerhaftigkeit einer Gesichtsstraffung kann nie vorausgesagt werden. Die Selbstsicherheit und das Selbstgefühl werden meistens positiv beeinflußt.
Komplikationen
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden
Nachblutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Bei kräftiger Nachblutung muß die Wunde wieder geöffnet werden. Dieses Risiko wird durch Einnahme von Azetyl-Salizyl-Säure ( Schmerztabletten ) und Vitamin E erhöht. Diese sollten möglichst ab zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff vermieden werden.
Infektion: Trotz aseptische Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotische Behandlung verordnet.
Nervenbeschädigung ( Lähmung ): Der mimische Gesichtsnerv und dessen Äste verlaufen im Operationsgebiet, aber auf einer anderen Ebene, wo normal nicht operiert wird. Der Ast zur Stirn überquert den Jochbogen in nächster Nähe zum Knochen und bei der endoskopischen Lösung hier, besteht somit ein größeres Risiko diesen Ast zu beschädigen. Auch bei totalem Durchschneiden eines Nerves, kann dessen Funktion nach einigen Monaten zurückkehren.
Hautnekrose (Hauwunden): Bei ungünstigen Kreislaufverhältnissen ( Rauchen, Blutung, Entzündung, Druck, Spannungen ) kann der Blut-kreislauf zu der dünnen, gelösten Haut gestört werden und zu Heilungsstörungen mit Wundbildungen der Haut führen. Dies gilt vor allem beim traditionellen Face-lifting.
Narben: Die Narben werden allgemein sehr unauffällig. Auch bei Personen die am übrigen Körper zur Bildung von wulstigen Narben, sog. Keloide, neigen, werden die Narben im Gesichtsbereich im allgemein auch unauffällig. Die Narben hinter dem Ohr neigen anfänglich dazu, wulstig zu werden.
Haarausfall: Die Behaarung auf Haut, die gelöst und verschoben wird, ( Scheitelbereich, Kopfschwarte ), kann einige Monate lang dünner werden. Die Haargrenzen werden der Hautverschiebung entsprechend verlagert. Dies ist unumgänglich.
Rauchen: Das Rauchen verzögert den Blutkreislauf und Beinträchtigt den Heilungsverlauf. Das Rauchen sollte mindestens 2 Wochen vor demr geplanten Operation und während der Heilungsphase aufgegeben werden.