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KLINIK FÜR PLASTISCHE CHIRURGIE

 

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Aquamid

Vor sechs Jahren wurde ein neues Präparat für permanente Weichteilsvergrösserung durch Injektionen, Aquamid®, eingeführt. Informationen betr. dieser Behandlung wird vor der traditionellen Information über Kinn- und Jochbeinaufbau eingefügt, da die Verwendung von Aquamid® nach Meinung der Klinik wahrscheinlich die übrigen Verfahren für diese Indikation ersetzen wird.

Im allgemeinen sind Gewebevergrösserungen, wie z.B. die Busen-, die Lippen-, die Kinn-, die Backenknochen- oder die Wadenvergrösserung lange sehr gefragte Korrektionen gewesen. Lange hat man auch versucht gute Stoffe für diesen Zweck zu finden. Am liebsten injizierbares Materal um eine anspruchsvolle Operation mit langer Verheildauer und damit verbundenen Risiken zu vermeiden.

Durch die Jahre sind einspritzbare Stoffe mit einer vorübergehenden Fülleffekt verwendet worden, wie z.B. Collagen, Hyaluronsäure, wobei man jedoch wiederholte Einspritzungen vornehemen muss, da diese Stoffe alle vom Körper abgebaut werden. Allergische Reaktionen sind auch beschrieben worden. Andere verbleibende Materialien zum Einspritzen gibt es auch, jedoch mit einigen Nachteilen wie fühlbare Klumpenbildung und teilweisen Abbau. Andere Stoffe und Eigengewebe können inplantiert werden um Füllung oder Vergrösserung zu erziehlen. Für mehr umfassende Vergrösserung wie die Busenvergrösserung, Muskelvergrösserungen, Povergrösserung oder Wadenvergrösserung können z.Z. nur Implantate benutzt werden.

Neulich wurde das Präparat Aquamid® für Korrektionen im Gesichtsbereich behördlich für den Europäischen Markt freigegeben. Nach erweiterten klinischen Erfahrungen und Forschung werden höchstwahrscheinlich demnächst weitere Behandlungsindikationen hinzukommen.

Das Gel ist gut über 16 Jahre in anderen Ländern hauptsächlich zur Brustvergrösserung und Gesichtskorrektionen mit Erfolg benutzt worden. Die kosmetischen Resultaten waren ausserordentlich gut mit einer Komplikationsrate von so niedrig wie 0,02 %. Eine medizinische Nachuntersuchung einer zufällig gewählten Gruppe, die eine Brustvergrösserung mit eingespritztem Gel mindestens 3 Jahre vor der Untersuchung durchgemacht hatten, zeigte keine ernsthaften oder anderen Nebenwirkungen die in Relation zum Gel gebracht werden konnten.

Das Gel ist neutral, ungiftig und besteht aus einer stabilen Kette von Polyakrylamid, welches nicht mit dem giftigen Akrylamid verwechselt werden sollte. Das Gel besteht zu 90 % aus Wasser und kann direkt durch die Haut eingesprizt werden.Das Gel wird zu einem stabilen Bestandteil des Bindegewebes und wird nicht abgebaut. Sollte das Gel wieder entfernt werden, kann der grösste Teil innerhalb der ersten 8 Monate abgesaugt werden. Nach dieser Zeit hat man festgestellt, dass Bindegewebe in das Gel hineinwächst und eine totale Entfernung nur durch eine Operation möglich macht.

Diese Information betrifft hauptsächlich der derzeitigen amtlichen freigegeben Indikation, nämlich die Verwendung des Aquamids® im Gesichtsbereich.

Prinzip:

Durch eine Injektion mit einer dünnen Kanüle wird das Gel dorthin gebracht wo es durch eine Ausfüllung einen kosmetischen Effekt ausübt. Die typischen Regionen sind: Backenbein, Kinn, Backen, Lippen, Nase, Nasolabialfalten und tiefere Falten. Für oberflächliche, feine Falten ist das Aquamid® nicht geeignet!
Eine kurzdauernde Schwellung und Rötung können entstehen, die innerhalb der ersten 12 Stunden wieder abklingen.
Schmerzen kommen nicht vor.

Die Injektion wird unter örtlicher oder regionaler Betäubung durchgeführt. Die Betäubung führt dazu, dass das Gesicht sich angeschwollen und klobrig anfühlt, aber keine Gefahr, es ist nicht sichtbar! Die Betäubung entweicht innerhalb von einigen Stunden.
Keine Nachbehandlung ist erforderlich.

Nebenwirkungen:

  • Bisher sind keine Nebenwirkungen mitgeteilt worden.
  • Unebenheiten können entstehen. Entweder wird das implantierte Gel ausmassiert und verteilt oder es wird ein wenig nachgespritzt. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass die behandelnde Person eventuelle Nebenerscheinungen behandeln kann.
  • Bei jeder Injektion durch die Haut kann eine Entzündung entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotisch behandelt.
  • Auf Grund örtlicher Schwellung bei der Behandlung kann es unter Umständen schwierig sein die optimale erforderliche Menge zu beurteilen. Im Zweifelsfalle ist es günstiger abzuwarten und bei einer nochmaligen Sitzung nachzuspritzen als zu viel in der ersten Sitzung einzuspritzen.

Aquamid® wird demnächst für andere Indikationen freigegeben. Zu der Zeit werden ergänzende Informationen kommen.

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