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KLINIK FÜR PLASTISCHE CHIRURGIE

 

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Gesichtsknochen

Die Gesichtszüge und das Profil werden hauptsächlich von den unterligenden Knochenstrukturen und von der Beschaffenheit der Unterhaut geformt. Die Gesichtsproportionen spielen auch eine grosse Rolle, da z.B. eine normalgrosse Nase beim unterentwickelten Kinn als zu groß erscheinen kann. Ausgeprägte Wangenknochen geben der Augenpartie eine ästhetisch vorteilhafte Einrahmung und markieren das Obergesicht dem Mittelgesicht gegenüber. Ein solcher Effekt kann auch durch einen gut angelegten Make-Up erzielt werden!

Gewisse Gesichtsdeformitäten und Asymmetrien verlangen umfassende Vor- und Nachbehandlungen von verschiedenen Fachexperten mit dazuhöriger grösserer Organisation, weshalb auf diese Operationstypen nicht eingegangen wird.

Prinzip:

Reduktion des Knochens durch Schleifen oder Abmeisseln oder Verschiebung des aktuellen Gebietes, Aufbau mit Eigengewebe, z.B. Knochen oder Knorpel, oder mit fremdem Material, was bei kleineren Aufbauoperationen üblich ist. Es gibt verschiedene synthetische Materialien auf dem Markt und alle sind gleichwertig und harmlos. Am häufigsten werden feste Silikonimplantate oder poröses Kunststoffmaterial verwendet.

Das Implantat wird vom Bindegewebe umgeben und dadurch fest verankert. Aufbau von Weichteilen kann auch mit injizierbarem Material oder Eigenfett-lederhautsimplantate erzielt werden.

Die letztere Methode ist in einigen Fällen sehr empfehlenswert. Fett-, Collagen- oder Hyaluronsäureeinspritzungen haben nur eine zeitbegrenzte Haltbarkeit und diese werden nur empfohlen falls man bereit ist die Einspritzung zwei Mal jährlich zu bekosten..

Folgende Standardoperationen stehen zur Verfügung:

Verkürzung des Kinnes:

Abschleifen oder Abmeißeln der Kinnspitze durch Schnitte auf der Innenseite der Unterlippe.

Verbreiterung des Kinnes:

Einführen von passenden Implantaten durch Schnitte entweder in der Umschlagfalte der Unterlippe oder unter dem Kinn.

Eingefallenes Gesicht:

Aufbau mit eigenem Knochentransplantat oder künstlichem Implantat entweder im Zusammenhang mit einer Nasenoperation durch die Nase oder gesondert durch Schnitte in der Umschlagfalte der Oberlippe.

Eingefallene Wangen:

Aufbau mit Implantat durch die Mundhöhle oder Aufbau mit einspritzbarem Material.

Markierung der Wangenknochen:

Aufbau mit Implantate durch die Mundhöhle oder im Zusammenhang mit einem Facelift oder einer Augenlidkorrektur

Verbreiterungtung des Untergesichts:

An den aufsteigenden Ästen des Unterkiefers werden passende Implantate durch Schnitte in der Mundhöhle eingeführt. Verschmälerung des Untergesichts: Die Seiten des Unterkiefers können durch Schnitte in der Mundhöhle abgemeißelt oder die Kaumuskeln vermindert werden.

In sämtlichen Fällen werden die Grösse und Form der Implantate den Wünschen und den gegebenenVerhältnißen angepaßt. Die Implantate werden mit Stützverband für die Dauer von 5-6 Tagen fixiert.

Betäubung:

Sämtliche Operationstypen können sehr gut in örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Vollnarkose kann natürlich auf Wunsch angeboten werden.

Nachsorge:

Wenn die Wirkung der Lokalbetäubung nachläßt, kann ein kurzdauernder, stärkerer Schmerz auftreten. Druckschmerzen können während den ersten 24 Stunden vorkommen. Es entstehen gewaltige Gesichtsschwellungen die sich innerhalb von einer Woche - 10 Tagen abbauen. Abkühlen mit Eiswürfeln beschleunigt die Abschwellung.

Antibiotische Behandlung wird verordnet. Nach Eingriffen von der Mundhöhle aus, sollten Sie flüssige Nahrung oder gebreites Essen einnehmen. Man sollte während der ersten 2 wochen in der rückenlage schlafen.

Komplikationen

Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden

Blutung: Bei allen Operationen können Nachblutungen auftreten. Bei starker Blutung muß die Wunde wieder geöffnet werden.Diese Risiken vergrößern sich bei Einnahme von schmerzstillenden Mitteln und Vitamin E.

Infektion: Trotz aseptischer Technik können Entzündungen wie bei allen Operationen auftreten. Gegebenenfalls heilt die Entzündung nicht ab bevor eine Prothese wieder entfernt wird. Diese kann aber nach einigen Monate wieder implantiert werden.
Verschiebung eines Implantates:Ein richtig plaziertes Implantat wird meistens ohne sonderliche Massnahmen durch die bindegewebige Einheilung verankert. Implantate können sich jedoch sich verschieben oder durch Schlag verschoben werden welches eine Reoperation erfordert.

Nervenschäden: In diesen Fällen werden Implantate in der Nähe von Nervenaustrittsstellen implantiert. Während der Operation werden diese geschont. Die implantate können durch Verschiebung diese Nerven beschädigen und gegebenenfalls Taubheitsgefühl oder Schmerzen im Ausbreitungsgebiet des betroffenen Nerves verursachen.
 

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