Bei kurzem Abstand zwischen den Augenbrauen und den Augenwimpern mit oder ohne Schlupflidern, bei Falten am Nasenansatz oder auf der Stirn, empfiehlt sich das endoskopische (Knopflochchirurgie) oder das traditionelle Stirnlifting, wobei der Schnitt einge zentimeter hinter der Haarlinie vom Ohr zu Ohr gelegt wird.
Bei endoskopischer Technik werden einige kleinere Einstiche hinter der Haargrenze gesetzt. Liegt der Haaransatz schon hoch, empfiehlt es sich den Scnitt vor der Haargrenze zu legen um das Höherziehen der Haargrenze zu vermeiden. Bei endoskopischer Technik wird die Haargrenze unvermeidlich nach oben versetzt.
Unterschiede zwischen traditionellem und endoskopischem Stirnlifting:
Die Straffung ist bei dem traditionellen Lifting effektiver und von längerer Dauerhaftigkeit.
Bei Stirnlifting gesonderte Komplikation:
Vorübergehende Gefühlslosigkeit am Stirn und auf der Kopfschwarte. Diese kann verbleiben
Komplikationen
Die hier angeführten, unerwünschten, biologischen Ereignisse kommen mit einer gewissen Häufigkeit bei dieser Operation vor. Diese sollten als kalkülierte Risiken eingestuft werden
Nachblutung: Nach jeder Operation können Nachblutungen entstehen. Bei kräftiger Nachblutung muß die Wunde wieder geöffnet werden. Dieses Risiko wird durch Einnahme von Azetyl-Salizyl-Säure ( Schmerztabletten ) und Vitamin E erhöht. Diese sollten möglichst ab zwei Wochen vor dem geplanten Eingriff vermieden werden.
Infektion: Trotz aseptische Vorsichtsmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Gegebenenfalls wird antibiotische Behandlung verordnet.
Nervenbeschädigung ( Lähmung ): Der mimische Gesichtsnerv und dessen Äste verlaufen im Operationsgebiet, aber auf einer anderen Ebene, wo normal nicht operiert wird. Der Ast zur Stirn überquert den Jochbogen in nächster Nähe zum Knochen und bei der endoskopischen Lösung hier, besteht somit ein größeres Risiko diesen Ast zu beschädigen. Auch bei totalem Durchschneiden eines Nerves, kann dessen Funktion nach einigen Monaten zurückkehren.
Hautnekrose (Hauwunden): Bei ungünstigen Kreislaufverhältnissen ( Rauchen, Blutung, Entzündung, Druck, Spannungen ) kann der Blut-kreislauf zu der dünnen, gelösten Haut gestört werden und zu Heilungsstörungen mit Wundbildungen der Haut führen. Dies gilt vor allem beim traditionellen Face-lifting.
Narben: Die Narben werden allgemein sehr unauffällig. Auch bei Personen die am übrigen Körper zur Bildung von wulstigen Narben, sog. Keloide, neigen, werden die Narben im Gesichtsbereich im allgemein auch unauffällig. Die Narben hinter dem Ohr neigen anfänglich dazu, wulstig zu werden.
Haarausfall: Die Behaarung auf Haut, die gelöst und verschoben wird, ( Scheitelbereich, Kopfschwarte ), kann einige Monate lang dünner werden. Die Haargrenzen werden der Hautverschiebung entsprechend verlagert. Dies ist unumgänglich.
Rauchen: Das Rauchen verzögert den Blutkreislauf und Beinträchtigt den Heilungsverlauf. Das Rauchen sollte mindestens 2 Wochen vor demr geplanten Operation und während der Heilungsphase aufgegeben werden.